In vielen Handwerksberufen wie beispielsweise Zimmermann, Tischler, Drechsler und Sägewerker, sowie bei Boots- und Klavierbauern, und ebenso in der künstlerischen Branche wie dem Bildschnitzer, ist die Holzbearbeitung selbstverständlich und wird täglich in unterschiedlichen Bereichen angewendet. Aber auch Hobby-Heimwerker kommen bei ihren handwerklichen Tätigkeiten häufig mit dem Material Holz in Berührung.

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Um zukünftig richtig mit dem wertvollen und beliebten Material Holz zu arbeiten, ist es hilfreich zu wissen, was die Grundlagen der Holzbearbeitung sind, welche verschiedenen Arten der Bearbeitungsmethoden angewendet, und mit was für Werkzeugen das Material Holz optimal bearbeitet werden kann.

Was ist unter Holzbearbeitung zu verstehen?

Das Material Holz wird für die unterschiedlichsten Bereiche verwendet. So gibt es beispielsweise zahlreiche Möbelstücke wie etwa Schränke, Tische und Stühle aus Holz. Genauso ist das beliebte Material ein wichtiger Bestandteil bei Bau- und Renovierungsarbeiten. Ein schicker Holzboden, edle Holzverkleidungen an der Decke oder massive Holzbalken zur Stabilisierung sind bei fast jedem Hausbau oder Wohnungsrenovierungen sichtbar.

Damit das Holz später in Form von Möbelstücken, Holzverkleidungen und anderen Gegenständen optisch ins Bild passt bzw. zur Verarbeitung weitergereicht werden kann, muss die Oberfläche im Vorfeld bearbeitet werden.

Es wird zwischen zwei Bearbeitungsmethoden der Holzbearbeitung Grundlangen unterschieden. So gibt es einerseits die formgebende Bearbeitung. Darunter fallen Tätigkeiten wie Schaben, Sägen, Hobeln, Bohren, Schnitzen und Zerspanen, wodurch die Holzoberfläche gleichmäßig und glatt, bzw. das Holz in die gewünschte Form gebracht wird. Eine weitere Methode der Holzbearbeitung ist die dekorative und schützende Anwendung. Bei dieser Bearbeitung erhält die Oberfläche eine strukturelle und farbliche Gestaltung, sowie einen Schutzfilm oder eine Imprägnierung.

Die Grundlangen der Holzbearbeitung sind letztendlich nichts anderes als die Techniken zur Herstellung und Bearbeitung von Oberflächen aus Holz.

Was ist der Unterschied zur Holzverarbeitung?

Im Gegensatz zur Holzverarbeitung, bei der Werkstücke aus Holz mit Werkzeugen und Maschinen hergestellt oder bearbeitet werden, handelt es sich bei der Holzbearbeitung ausschließlich um das Formen und Verschönern, um das Herstellen und Bearbeiten der Oberfläche.

Die Holzverarbeitung kommt ebenfalls bei zahlreichen Handwerksbetrieben zum Einsatz, und kann der sogenannten Fertigungstechnik zugewandt werden. Ein Großteil der angefertigten Werkstücke wird direkt nach der Verarbeitung in den Gebrauch gegeben. Bei der Holzbearbeitung wird lediglich das Material bzw. die Oberflächen bearbeitet, um diese anschließend zur optimalen Verarbeitung weiterzugeben.

Welche Arten der Holzbearbeitung gibt es?

Wie bereits erwähnt gibt es zwei unterschiedliche Bearbeitungsmethoden der Grundlangen bei der Holzbearbeitung. Beim Schaben, Sägen, Hobeln, Bohren, Schnitzen und Zerspanen kommt es darauf an, eine möglichst glatte, gleichmäßige und feine Oberfläche zu bekommen. Schließlich möchte niemand ein Möbelstück aus Holz, das Ecken, unebene Flächen und im schlimmsten Fall gefährliche Splitter besitzt. Weiterhin kann bei dieser Bearbeitungsmethode das Holz in eine gewünschte Form gebracht werden.

Die zweite Art der Holzverarbeitung ist die strukturelle und farbliche Veränderung der Holzoberfläche. Neben den sogenannten dekorativen Bearbeitungen, die die Oberfläche verschönern, gehören auch Schutz und Imprägnation zu dieser Methode. Damit das Holz später sämtlichen Witterungseinflüssen und auch mechanischen Anwendungen standhalten kann, kommen Öle, Lacke und Wachse zum Einsatz. Zum Schutz vor Fäule, Schimmel und Holzschädlingen wird die Oberfläche mit speziellen Substanzen imprägniert.

Welche Werkzeuge kommen zum Einsatz?

Für die Grundlagen der Holzbearbeitung werden verschiedene Werkzeuge und Maschinen eingesetzt. Die strukturelle Bearbeitung von Holz macht das Material nach jeder Bearbeitung „kleiner“, sprich: es ist weniger Holz vorhanden als einst beim Ausgangsprodukt. Das sogenannte Abfallprodukt der Holzbearbeitung wird auch als Sägemehl oder Späne bezeichnet.

Die Werkzeuge für die Bearbeitung von Holz sind unterschiedlich groß und vielfältig. Zu den am häufig genutzten Werkzeugen der Holzbearbeitung Grundlagen gehören:

  • Bohrer
  • Säge
  • Hobel
  • Beitel
  • Schleifpapier
  • Feile
  • Messer
  • Beil
  • Stahlbürste
  • Ziehklinge

In großen und modernen Holzbearbeitungsbetrieben wird heutzutage zum Großteil mit motorisierten Werkzeugen, also mit Maschinen gearbeitet. Zu den gängigsten Maschinen der Holzbearbeitung gehören:

  • Kettensägen
  • Kreissägen
  • Bandsägen
  • Fräsen
  • Schleifmaschinen
  • Bohrmaschinen
  • Drechselbank
  • Hobelmaschinen

Besonders beliebt in der Holzbearbeitung sind zudem die im Japansäge Test vorgestellten japanischen Handsägen. Die auf Zug arbeitenden Werkzeuge aus Fernost ermöglichen ein besonders kräftesparendes und präzises Arbeiten.

Fazit: Holzbearbeitung für die weitere Verarbeitung

Die Grundlagen der Holzbearbeitung umfassen das Herstellen und Bearbeiten der Oberfläche. Dazu gehören Glätten und Formen des Materials, genauso allerdings die Verschönerung und der Schutz der Oberfläche. Nach der Holzbearbeitung kann das Material optimal weiterverarbeitet werden.

Als weiterführende Literatur empfehlen wir folgende Bücher:

Praxisbuch Holz: Techniken – Werkzeuge – Projekte

von u.a. von Bob Bridle, Joanna Edwards, Gill Pitts

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Handbuch Holzarbeiten (TOPP KOMPAKT)

von Paul Forrester

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Das große Buch der Holzarbeiten

von Chris Simpson

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Grundlagen der Holzbearbeitung
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